Suchen

 

E.-Wi. Rahe: Ein Hüllhorster im Landtag

 

Achim Post für Minden-Lübbecke im Bundestag

Achim Post_Block links_k

 

Bernd Rührup (Hüllhorsts Bürgermeister)

BerndRuehrupPortrait

 

Live: Projekt "Hüllhorst erleben" wird zum Erlebnis

Arbeitsgemeinschaften

Spaß am Entdecken. Gemeindeheimatpfleger zeigt der Delegation Besonderheiten in Hüllhorst.

Hüllhorst. Das Projekt „Hüllhorst interaktiv erleben“ zieht seine Kreise. Immer mehr Hüllhorster sind begeistert und wollen sich beteiligen. Das ist das Fazit, das am Mittwoch bei einem Dorfspaziergang Günter Heidenreich, Vorsitzender des Heimatvereins Nachtigallental, im Rathaus bekannt gab. Zu Gast war auch Michael Hübner, SPD Landtagsabgeordneter aus Gladbeck und Laudator bei der Preisverleihung des Kommunalfuchses 2013 in Berlin.

 

„Ich schaue mir irgendwann Hüllhorst persönlich an“, gab Hübner im Juni bei der Preisverleihung in Berlin dem Publikum bekannt. Jetzt hat er sein Versprechen eingelöst und besuchte auf Einladung von Bürgermeister Wilhelm Henke und des SPD Landtagsabgeordneten Ernst-Wilhelm Rahe für zwei Tage die  Gemeinde.

Die Delegation, die auch in Berlin zum Kommunalkonvent reiste, empfing Hübner und seinen Mitarbeiter zunächst im Rathaus zum Austausch über den Verlauf des Projektes, bevor sie sich dann auf den Weg gemacht haben, einige Besonderheiten in der Gemeinde persönlich kennenzulernen. „Seit der Preisverleihung kommen immer mehr Menschen und fragen, ob sie auch eine Acryltafel an ihr Haus bekommen können; die Resonanz auf dieses Projekt ist einfach toll“, gab der Mitinitiator Heidenreich bekannt und dass er ebenso nach den Aufklebern mit dem Ilex-Blatt gefragt würde: „Die Menschen identifizieren sich damit!“ Das Faszinierende sei vor allem, dass man bei der Recherche zu den historischen Objekten auf viele Neuheiten stieße, ihren Wahrheitsgehalt prüfen müsse und „wir sind natürlich stolz, hier Vorreiter zu sein; so etwas gibt es mittlerweile in ähnlicher Form nur in Minden, wo sich QR-Codes auf Straßenpflastern befinden.“ Dem stimmte auch Gemeindeheimatpfleger Dieter Lückemeier zu: „Ich sehe die jungen Leute auf der Kahle Wart mit ihren Smartphones oder auch Wanderer, die davon begeistert sind.“

 

Bereits in Berlin wäre der innovative, interaktive Dorfspaziergang auf besonderes Interesse gestoßen, berichtete auch Holger Kleffmann, der für die Umsetzung des Projektes im Internet zuständig ist. So sei ein Bürgermeister einer niedersächsischen Gemeinde in der Nähe von Hannover auf ihn zugekommen, um dieses Projekt auch dort ins Leben rufen zu wollen. Gerade für die Jugend sei es wichtig, auch auf facebook Hüllhorst erlebbar zu machen, beschrieb Dirk Oermann die weitere Netzwerkarbeit.

Dass dieses Projekt auch praktisch funktioniert, zeigte sich beim Spaziergang vom Rathaus, über den alten ehemaligen Friedhof bis zur Gesamtschule. Dort stellte Jörg Rümpel, stellvertretender Schulleiter, die Räumlichkeiten, die Projektarbeit und das ehrenamtliche Engagement der Eltern in der Mensa vor. Anschließend führte der Weg von der Ilex-Halle zur „Roßmühle Oberbauerschaft“. Das Pferd ersetzend, brachte die Delegation unter der Anleitung von Jutta Meyer zu Kniendorf  die seit 1797 bestehende Mühle in Gang. Am Fachwerk ist eines der bislang 60 Hinweisschilder mit historischem Foto und einem QR Code angebracht, über den weitere Hintergründe zur Geschichte der Mühle im Internet zu finden sind. Michael Hübner, Bürgermeister Wilhelm Henke und Landtagsabgeordneter Ernst-Wilhelm Rahe testeten die Funktionalität: „Es klappt. Wunderbar. Ganz toll.“, freute sich das Trio.

In den Gesprächen während des Tages tauschten die Hüllhorster mit dem Laudator Geschichten und Anekdoten aus Hüllhorst und Gladbeck aus. Dabei entdeckten sie viele Gemeinsamkeiten im zwischenmenschlichen Zusammenleben, wenngleich sich die beiden Orte aufgrund ihrer Infrastruktur doch sehr unterscheiden. So lud der erste Tag zu vielen informativen wie auch schmunzelnden Situationen ein. Auf die Probe stellten die Hüllhorster den Gladbecker Politiker dann am Abend bei der Sondervorstellung auf der Kahle Wart beim plattdeutschen Stück „Kattenspoik“. „Ja, das meiste haben wir gut verstanden – war gar nicht so schwer“, zeigten sich die aus dem Kreis Recklinghausen Angereisten auch über die Waldbühne begeistert. Hübner bedankte sich für die ihm überreichten Fotos von der Preisverleihung und „für die vielen Erlebnisse hier in Hüllhorst. Das ist eine tolle Gemeinde. Die Reise hat sich gelohnt."