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E.-Wi. Rahe: Ein Hüllhorster im Landtag

 

Achim Post für Minden-Lübbecke im Bundestag

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Bernd Rührup (Hüllhorsts Bürgermeister)

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Private Schätze ein Gewinn für die Gemeinde

Soziales

Das kulturelle Leben in der Gemeinde Hüllhorst wird wesentlich durch Vereine, Gruppen und persönliche Initiativen geprägt. Zwei dieser Projekte haben sich SPD–Bürgermeisterkandidat Bernd Rührup sowie die Abgeordneten Achim Post (MdB) und Ernst-Wilhelm Rahe (MdL) nun einmal genauer angeschaut.

Dass Spielzeug nicht nur die Herzen von Kindern höher schlagen lässt, beweisen die Eheleute Sigrid und Siegfried Israel aus Schnathorst. In ihrem privaten Museum alter Spielwaren beherbergen sie mehr als 330 Teddys, 700 Puppen und allerlei Spiele aus vergangenen Tagen und führen seit der Eröffnung des Museums am 3. Oktober 1997 mit Leidenschaft regelmäßig Besuchergruppen durch ihre außergewöhnliche Ausstellung.

Die Eheleute Israel haben sich mittlerweile durch ihre Sammelleidenschaft zu einem der größten Spielzeugmuseen Norddeutschlands gemausert und erzählen beim Rundgang über drei Stockwerke auch die passenden Geschichten zu ihren Schätzen. Zu den außergewöhnlichsten Stücken zählt beispielsweise eine Wachskopfpuppe aus dem Jahr 1825 und auch ein Boot von Märklin aus dem Jahr 1875, sind Israels begeistert. Die Reaktionen vieler Besucher seien immer gleich, schmunzeln sie: „Ach ja, so etwas hatten wir auch! Damals, als ich noch Kind war.“, sei immer wieder zu hören. „Mittlerweile platzen wir aus allen Nähten. Die 240 Quadratmeter reichen nicht mehr aus.“, erzählen sie weiter.

Für Kindergruppen oder Familien hat sich Sigrid Israel eine „Märchensuche“ auf der Entdeckungsreise durch die Räume ausgedacht: „Das macht Lust, genauer hinzuschauen.“ Und die Zeitgeschichte liefern sie gleich mit: „Schwarze“ Puppen seien vor allem hergestellt worden, um den Bezug zur Kolonialzeit herzustellen, Puppen als Diakonissen und aus anderen Arbeitsfeldern wären dazu verwendet worden, um den Kindern Berufsbilder näher zu bringen und das Kindergeschirr aus Porzellan wäre als Anregung für Aussteuer gedacht gewesen. „Wir haben alles“, sagt Siegfried Israel, „von der Murmel bis zum Flugzeug, von der Haarnadel bis zum Kinderwagen.“ Und alles aus den Jahren 1830 bis 1975. „Unglaublich, was hier über viele Jahre und ohne öffentliche finanzielle Unterstützung gesammelt, aufbereitet und dokumentiert worden ist", findet Bernd Rührup, der von den Abgeordneten Ernst-Wilhelm Rahe (MdL) und Achim Post (MdB) begleitet wurde. Mehr über das Museum gibt es im Internet www.spielzeugmuseum-im-muehlenkreis.de.

Staunen über das alte Metallspielzeug aus der ehemaligen DDR. Siegfried Israel (Mitte) erzählte den Besuchern Bernd Rührup, Achim Post (l.) sowie Ernst-Wilhelm Rahe (r.) viele lebendige Geschichten über seine seltenen Ausstellungsstücken in der Vitrine.

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Die Geschichte von Oberbauerschaft ist in der privaten Heimatstube von Alfred Grönemeier zu sehen, der seine Besucher in einer original Oberbauerschafter Tracht begrüßte.

Historische Dokumente, Kleidungsstücke und Uniformen von Vereinen, versteinerte Fundstücke aus hiesigen Steinbrüchen und ein Zigarrenmachertisch versetzen Besucher in längst vergangene Zeiten. Grönemeier hatte sich auch vor vielen Jahren die Mühe gemacht, alle Original Schriftstücke zu kopieren, die nun die Wände in seinem musealen Heimathaus zieren „und die Geschichte von Oberbauerschaft habe ich mal auf Tonband aufgenommen.“, erzählt er stolz.

Über das Buch der Andachten aus dem Jahr 1839 oder den Fotos „ehemaliger Bürgermeister Worminghaus in der Franzosenzeit“, klärte Grönemeier auf und lud den Abgeordneten Rahe zum Austausch von Erinnerungen der Heimatgeschichte ein. So zeigte Grönemeier den Besuchern ebenso Originale wie einen Konfirmationsschein von 1843 und sogar 1836 und nicht zuletzt einen Steuerzettel und das Patent für die Oberbauerschafter Roßmühle von 1682. Zum Dank für den Besuch überreichte er Bernd Rührup einen Umschlag mit Dokumenten zur "Oberberger Bauernschaft" und trug ein plattdeutsches Gedicht vor. Interessierte Gruppen können sich unter Tel. 05741/5947 anmelden und die Ausstellung besuchen.

Zum Abschluss der Besichtigung in seinem privaten musealen Heimathaus überreichte Alfred Grönemeier (2.v.r.) Dokumente zur Oberberger Bauernschaft an MdB Achim Post, MdL Ernst-Wilhelm Rahe (v.l.n.r.) sowie an den Bürgermeisterkanditaten Bernd Rührup (r.).