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E.-Wi. Rahe: Ein Hüllhorster im Landtag

 

Achim Post für Minden-Lübbecke im Bundestag

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Bernd Rührup (Hüllhorsts Bürgermeister)

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"Rente mit 63" - Informationsveranstaltung mit Achim Post MdB

Bundespolitik

Berlin/Hüllhorst-Holsen. „Die Welt steht in Flammen: Ebola-Epidemie, Kriege im Nahen Osten, Konflikte in der Ukraine …; trotzdem muss es hier, muss es für jede Bürgerin und jeden Bürger weitergehen!“, sprach SPD-Bundestagsabgeordneter Achim Post den gut 60 Anwesenden aus dem Herzen.

Sie folgten der Einladung des SPD Ortsvereins Holsen zu einem rentenpolitischen Informationsabend und traditionellen Dämmerschoppen ins Dorfgemeinschaftshaus. Neben Ehrungen langjähriger Parteimitglieder stand vor allem das Referat des heimischen Abgeordneten zum Thema „Rente –Von Bismarck bis zur Rente mit 63“ im Vordergrund.

Agnes Gärtner, Reinhard Wandtke, Achim Post MdB, Bernd Rührup und Ernst-Wilhelm Rahe MdL ehrten die langjährigen Parteimitglieder Christel Struckmeier und Monika Küffmeier-Kienlein
(vorne Mitte) mit einem Geschenk und einer Urkunde.

„Wer rastet, der rostet!“, begrüßte Ortsvereinsvorsitzende Agnes Gärtner die Gäste und machte in ihrer Rede deutlich, dass der Ortsverein neue Konzepte entwickelt habe, aber „Bewährtes weiterhin bestehen bleibt.“ Sie dankte damit den langjährigen Parteimitgliedern Monika Küffmeier-Kienlein, Christel Struckmeier, Margret Bollmann und Heike Ritter für ihre kontinuierliche und verlässliche Arbeit: „Ihr seid die treuen Seelen im Hintergrund. Wenn ihr gebraucht werdet, seid ihr immer helfend zur Stelle!“ Als Dank überreichten ihnen Agnes Gärtner und Achim Post ein Geschenk sowie eine Urkunde. Zu den Gratulanten gehörten auch Reinhard Wandtke (SPD Gemeindeverbandsvorsitzender und stellvertretender Landrat), SPD Landtagsabgeordneter Ernst-Wilhelm Rahe sowie Bernd Rührup (SPD Bürgermeisterkandidat), der auch die Moderation des Informationsabends zum Thema Rentenversicherung übernahm.

Um die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten zu können, müsse ein Blick in die Vergangenheit gerichtet werden, so Achim Post zu Beginn seines Referates. „Mit der ´Kaiserlichen Botschaft` vom 17. November 1881 gab es so etwas wie die Geburtsurkunde der Sozialpolitik; 1889 wurde das Invaliditäts- und Altersversicherungsgesetz verabschiedet - der Grundstein für die gesetzliche Rentenversicherung von heute.“, so Post in seinem Rückblick. Reichskanzler Otto von Bismarck selbst gestand seinerzeit ein, dass es ohne die Sozialdemokratie keine Sozialversicherung geben würde. Ob und wie es heute zur Rente mit 63 Jahren kommen kann, wer davon profitiere, führte Post anhand verschiedener Renten-Modelle weiter aus. Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung machen ein Gesamtvolumen von rund 470,2 Mrd. Euro aus. „Die gesetzliche Rentenversicherung ist die wichtigste der drei Säulen der Alterssicherung in Deutschland!“, bewertete Post. Mit dem Generationenvertrag sei eine Generationen übergreifende Solidargemeinschaft auf Basis des Sozialstaatsprinzip gemeint.

Auch auf die Entwicklung der Bundeszuschüsse ging der Abgeordnete mit vielen Beispielen konkret ein. Politisch sei der Einfluss der älteren Generation groß. Denn, so Post: „20 Mio. Rentnerinnen und Rentner sind auch 20 Mio. Wählerinnen und Wähler: Die können richtig Druck machen.“

Im Verlauf des Abends beteiligten sich die Gäste im Dorfgemeinschaftshaus auch mit ganz persönlichen Fragen. Fallbeispiele aus den Reihen der Anwesenden zeigten die Vielfältigkeit von Komplikationen in der Rentenberechnung. Achim Post zeigte ebenso Vor- und Nachteile der „Riester-Rente“ und der „Rürup-Rente“ auf und erläuterte im Einzelnen das aktuelle „Rentenpaket 2014“, in dem sich wiederum vier Teilpakete verbergen. „Das Rentensystem erscheint vielen so komplex wie die Relativitätstheorie von Einstein!“, schloss der Bundestagsabgeordnete und versprach, auch nach dem Informationsabend für die Fragen der Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung zu stehen. Weiteres Informationsmaterial stellte er zur Verfügung und machte deutlich, dass jeder Rentenantrag ganz individuell von Fachleuten beurteilt und berechnet werden müsse. Neben der gut eineinhalbstündigen Diskussion lud der Ortsverein zum zünftigen Abendessen und geselligen Beisammensein ein.

Interessierte können sich gerne folgende Faltblätter entgeltfrei beim Büro von MdB Achim Post, Platz der Republik 1, 11011 Berlin, Telefon: 030/227 74 813, Fax: 030/227 76 813, E-Mail: achim.post@bundestag.de bestellen: „Das neue Rentenpaket“, „Die Rente ab 63“, „Die Mütterrente“ und „Die neue Erwerbsminderungsrente“. Alle informieren knapp und gebündelt über die jeweilig wichtigsten Aspekte.